Caren - 18/3/2010 um 11:02
Und wieder einmal hat sich das Blatt gewendet...
Vor 2 Tagen, ganz unvermittelt die Nachricht, das am Abend eine Ausprache
mit der Mutter und den Kindern stattfinden sollte, wie es in Zukunft weiter
geht. Soweit ok. Am Abend dann das Ergebnis: der Große (Ziehsohn) zieht nun
nicht nicht ein. Dafür der "Kleine" (sein leiblicher)! Einmal pro Woche
und jedes 2 WE wird er bei der Mutter sein. Peng! D.h. in der anderen
Woche ist er 9 Tage am Stück da!
Das musste ich erst einmal verdauen. Hauptsächlich ging es mir aber darum,
dass diese Variante NICHT mit mir abgesprochen war. Begründung: Das hat
sich kurzfristig ergeben, Vater wusste selber vorher nichts davon. Es war
der Vorschlag seines Sohnes, er hätte es ihm am Nachmittag gesagt, wie er
es sich wünschen würde. Aber hätte der Vater nicht dann wenigstens sagen
können, ok, ich rede heute Abend mit Caren darüber und dann verabreden wir
einen Termin mit der Mutter. Aber nein! Es wäre das die letzte Möglichkeit
gewesen vor der Scheidung und danach will er mit ihr nichts mehr zu tun
haben. Ich war so sauer! Er sagt, "ich habe es Dir doch gesagt, mehr wusste
ich auch nicht". Blablabla.
Ok, ich sehe ein, dass es für das Kind besser ist (Sprüche wie: "kann sie
nicht immer im Urlaub sein" kamen in letzter Zeit häufiger). Aber ich muss
mich erst an den Gedanken gewöhnen, dass das Kind immer da ist (mit
Sicherheit wird sie auch das ein oder andere WE schmeißen...). Wir kommen
gut klar, mögen uns. Aber ich fühle mich so überrumpelt. Und das kann er
nicht verstehen. Alles sind happy (Mutter, Vater, Kind) und wer hat je an
mich, meine Gefühle gedacht? Klar hätte ich nie sagen können, ich will das
so nicht, lass das Kind bei der Mutter. Aber so von jetzt auf Gleich? Ok,
geahnt habe ich es, aber Theorie und Praxis sind etwas anders. Und wieder
kommt die Wut in mir hoch, dass sie immer nur genommen, NICHTS gegeben
hat.Schönes Leben auf Kosten der anderen. Aber das ist ein anderes
Thema.
Ist es jemanden von Euch auch schonmal so gegangen? Wie kommt Ihr damit
klar? Ich weiß, das ich keine andere Chance habe, als zu nicken. Ist ja
auch löblich, wenn er sich so um sein Kind sorgt und sich kümmert. Aber
all das, was er jetzt mehr investiert, geht mir verloren. Kann ich auch
gewinnen? Ich schäme mich für meine Gedanken - dennoch sind sie da... 
Sonnenschein - 18/3/2010 um 11:36
OMG
Also dafür brauchst du nicht schämen. Ich würde genauso denken, wenn es
heißt "die Kleine zieht zu uns" ohne es vorher mit mir (der Person, mit dem
er den Rest seines Lebens verbringen will und die meiste Zeit verbringt)
abgesprochen war. Man weiß ja worauf man sich einlässt, aber man geht ja
auch davon aus, dass die Kinder alle 14 Tage da sind, mal im Urlaub
vielleicht zusammen wegfahren, aber von zusammenziehen geht ja wohl niemand
aus...
Es tut mir wirklich leid für dich und ich kann dein Grauen absolut
verstehen.
Wie jetzt aber damit umgehen? Man kann davon ausgehen, dass er es nicht
rückgängig macht. Also bleibt dir nur die Wahl, zu gehen oder - wie du
schon sagtest - zu nicken.
Ich finds echt unter aller Sau, dass er das nicht mit dir abgesprochen hat.
Er beeinflusst euer leben radikal. Und er wusste doch eigentlich, dass du
keine Kinder willst, warum solltest du dich also bereit erklären, seins mit
groß zu ziehen?
Hartes Brot echt... Ich wünsch dir auf jedenfall viel Kraft!!!
Rene - 18/3/2010 um 12:49
Hallo Caren,
ich finde auch, daß solche Gefühle und Gedanken durchaus verständlich und
absolut menschlich sind und es keinen Grund gibt, sich zu schämen.
Immerhin bedeutet dies eine gravierende Veränderung für Dein aber vor allem
für euer gemeinsames Leben und zwar langfristig.
Wie Sonnenschein schon schreibt, gibt es für Dich (leider) nur 2
Möglichkeiten - friss oder stirb - gehen oder bleiben und Dich mit der
Situation anfreunden.
Ihn vor die Wahl zu stellen, wäre tödlich.
Vielleicht schaffst Du es ja, sein Kind als Bereicherung für euer Leben
anzusehen, schwierig, ich weiß!
Auch mein Freund und ich haben bereits öfters über die Möglichkeit
gesprochen, seine beiden Kinder zu uns zu nehmen.
Auch wenn ich nicht komplett abgeneigt bin, denn sie sind ja ein sehr
wichtiger Teil von dem Mann, mit dem ich mein Leben teilen möchte, bekomme
ich bei der Vorstellung immer Kopfschmerzen.
Ja, es sind zwar seine Kinder aber nunmal nicht m e i n e.
Ich hätte weiterhin das "Recht" mich um sie zu kümmern und sie mit
großzuziehen, aber das war´s auch schon.
Und der schlimmste Punkt ist, rein egoistisch gesehen, daß wir unsere
gemeinsame Zeit bzw. unsere Freiheiten verlieren würden bzw. stark
einschränken müssten und ob ich das wirklich möchte und mich damit
arrangieren kann, weiß ich nicht.
Letztendlich wenn es soweit kommen sollte und es besser für die Kinder
wäre, würde ich nicht nein sagen, denn er liebt seine Kinder (und ich hänge
auch sehr an ihnen) und das ist auch gut so.
Wenn aber mein Freund auf die Idee kommen würde, diesen Schritt zu machen,
ohne ihn mit mir abzusprechen, wäre ich auch zutiefst verletzt und hätte
meine Zweifel, ob er mich, meine Gefühle und meine Meinung wirklich
respektiert.
Auch bin ich der Meinung, daß man solch eine wichtige Entscheidung nicht
einfach mal so kurzfristig zwischen Tür und Angel trifft.
Warum sollte es nicht möglich sein, das Kind erst nach der Scheidung zu
sich zu nehmen und vorher alles in Ruhe abzusprechen?
Er wird so oder so immer etwas mit ihr zu tun haben - sie sind gemeinsame
Eltern.
Mit den Besuchswochenenden kann ich Dir nur sagen, wie mein Freund und
seine Ex-Frau es abgesprochen haben.
Falls wir mal aus irgendeinem Grund an einem Wochenende die Kinder nicht
nehmen können, kümmern wir uns selbst darum, daß die Kinder anderweitig gut
untergebracht sind und belasten seine Ex-Frau damit erst gar nicht.
Vielleicht wäre solch eine Absprache mit ihr ja auch möglich?
Ein Versuch wäre es wert, was meinst Du?
Ich fände es jetzt wichtig, daß Du Dich mit Deinem Freund in Ruhe hinsetzt
und ihr darüber sprecht, wie er sich jetzt euer Leben in Zukunft vorstellt
und auch Du ihm ganz deutlich sagst, welche Wünsche und Vorstellungen Du
von einem Leben zu Dritt hast.
Durchaus würde ich ihm noch einmal verdeutlichen, wie überrumpelt Du bist
und daß sein Verhalten, nämlich solch wichtigen Entscheidungen ohne Dich zu
treffen, in Zukunft für Dich nicht akzeptabel sind.
Ihr müßt euch euren gemeinsamen Freiraum von Anfang an nehmen bzw.
"einplanen" und auch feste Regeln einführen.
Vielleicht hilft es Dir auch, wenn Du es so siehst, daß Du bereits gewonnen
hast, weil Du einen Mann an Deiner Seite hast, der sein Kind liebt, die
Verantwortung nicht scheut und für sein Kind da sein möchte.
Kopf hoch!
Lieben Gruß,
Rene
Sonnenschein - 18/3/2010 um 13:30
Wichtig wäre erstmal sich darüber klar zu werden, ob du mit dieser
Entscheidung leben kannst. Unabhängig davon, wie die Entscheidung getroffen
wurde. Frag dich, ob du es möchstest und ob du damit klar kommst.
Wenn du das weißt, würde ich mich mit deinem Freund hinsetzen und mit ihm
darüber reden. Ihm sagen, wie verletztend seine Entscheidung über deinen
Kopf hinweg war. Dagegen machen hättest du ja nix können, aber er hätte so
fair sein können und ich vorher fragen/informieren.
Ich kann dir raten, dir ein paar Tage Zeit zu nehmen. Nur du allein. Denn
beachte, egal wie deine Entscheidung ausfällt, es hat einschneidene
Konsequenzen und wenn du gehen solltest - was ich nicht hoffe - dann gibt
es sicherlich kein zurück mehr, denn dann hast du dich gegen das Kind
gestellt.
Ich empfinde es als schwer nachzuvollziehen, wie du dich in Bezug auf ein
weiteres Leben mit Kind fühlst. Du hattest ja mal gesagt du willst keine
eigenen Kinder. Aber ich denke auch, dass es eine Möglichkeit gibt, dass
ihr drei zusammen glücklich werden könnt.
Es wird viel Verantwortung und Aufgaben auf dich zukommen, aber eben auch
viel Schönes. Und denk mal daran, dass es dem Jungen bei euch vielleicht
viel besser geht und ihr ihm ein gesichtertes zu Hause geben könnt.
Caren - 18/3/2010 um 14:14
Danke für Eure netten Worte!!!
Aber Sonnenschein, zu spät! Ich bin bereits rausgeplautzt und das Resultat
war ein böser Streit. Ich vermute schon fast, er hat ein schlechtes
Gewissen, da zieht er sich dann immer gerne zurück - was mich noch mehr
provoziert. Ich finde das hast Du sehr schön geschrieben, so von wegen
"kein Zurück" oder auch "schöne, gemeinsame Zeit". Das hoffe ich auch.
Er wirft mir dabei ja noch vor, mich selbst immer auszugrenzen, weil ich
gesagt habe, ich hätte das Gefühl, vor mir würde die Türe vor der Nase
zugeschlagen. Und wieso grenze ICH MICH aus, wenn ich mich schlicht
übergangen fühle???!
Andererseits verlangt er nichts von mir. ICH muss mich nicht kümmern, das
Kind fahren, abholen oder sonst was. Das erledigt er schon alleine. War
auch immer so. Es ist auch nicht so, dass der Junge nur jedes 2. WE da war,
sondern JEDE Woche (Fr abends -Mo früh) und in den Ferien. Mir fehlt
künftig "nur" mehr gemeinsame Zeit alleine (obwohl der Junge auch
selbständig ist).
Ich hoffe, und das hat er mir auch zugesagt (aber ob das Bedeutung hat...),
dass jetzt dieser "Besuchsstatus" incl. massivem Verwöhnprogramm
allmählich aufhört, weil er ja jetzt nicht mehr nur "Gast" ist.
Aber von wegen das Kind anderswo unterzubringen, falls die Mutter mal am WE
verhindert ist, kann ich knicken. Das würde der Vater nicht mitmachen.
Allerdings muss man ja einen 14jährigen nicht immer beaufsichtigen.
Vielleicht schaffen wir es tatsächlich, irgendwann ein harmonisches
Familienleben aufzubauen.
Smiley33 - 18/3/2010 um 14:27
Ich denke, Du hast ganz gute Chancen mit dem Aufbauen. Da das Kind schon 14
jahre alt ist, wird er ja tatsächlich immer selbständiger und wird seine
eigenen Wege gehen und damit Eure Freiräume immer größer. Freunde von mir,
deren jüngste Tochter 17 ist, machen schon wieder jede Menge netter Sachen
zu ZWEIT!
Aber ich kann supergut verstehen, wie wütend du bist. Wenn mein Göttergatte
mir irgendwann mitgeteilt hätte, eine seiner Töchter oder beide würden zu
uns ziehen, ohne das vorher mit mir zu besprechen, wäre ich bestimmt
ausgerastet. Die anderen haben recht: Du kannst die Tatsache nur
akzeptieren oder gehen oder wenn es für dich gar nicht ginge versuchen
einen Mittelweg zu finden. Aber eigentlich hörst Du Dich so an, als würdest
Du es akzeptieren können.
Liebe Grüße
Smiley
Gruß
Smiley
Sonnenschein - 19/3/2010 um 09:50
Lass dich erstmal darauf ein und schau wie du fühlst. Ich denke auch, dass
du es schaffen kannst  Und wenn du dich mal wegen etwas nicht wohl
fühlst, dann musst du gleich mit deinem Freund reden. Überhaupt müsst ihr
viel reden. Nicht das du dich mal ausgeschlossen fühlst.
Wegen seinem - ich nenns mal beim Namen - Hintergehen solltet ihr euch
vielleicht auch nochmal zusammensetzen und gaaaaanz in Ruhe sprechen. Ich
kann mir nicht vorstellen, dass er das nicht verstehen kann. Er würde
sicher austicken wenn du sowas machen würdest und sein Leben derart
bestimmst, ohne vorherige Vorwarnung.
Was sein "du grenzt dich aus"-Satz betrifft, so glaube ich, dass das mit
seinem "du brauchst dich nicht kümmern" zusammenhängt.
Wie erklär ich das jetzt... Du bist sauer, weil er diese Entscheidung über
deinen Kopf hinweg getroffen hat, er könnte denken=sie will das nicht, gut,
dann brauch sie auch nichts machen, ich kümmer mich alleine - dann grenzt
sie sich eben aus und ich mach alles selbst.
Verstehst du? So würde ich nämlich reagieren wenn jemand gegen eine
Entscheidung von mir ist, dann würde ich denjenigen auch nichts mehr mit
der Sache zu tun haben lassen.
Du willst nicht? Pöh, dann ist das meine Sache ganz allein.
Ich drück dir auf jedenfall die Daumen !
Tschacka, das klappt schon 
Caren - 19/3/2010 um 10:39
| Zitat von Sonnenschein, am 19/3/2010 um
09:50 | Wie erklär ich das jetzt... Du bist
sauer, weil er diese Entscheidung über deinen Kopf hinweg getroffen hat, er
könnte denken=sie will das nicht, gut, dann brauch sie auch nichts machen,
ich kümmer mich alleine - dann grenzt sie sich eben aus und ich mach alles
selbst.
Verstehst du? So würde ich nämlich reagieren wenn jemand gegen eine
Entscheidung von mir ist, dann würde ich denjenigen auch nichts mehr mit
der Sache zu tun haben lassen.
Du willst nicht? Pöh, dann ist das meine Sache ganz allein.
|
Denke ich in diesem Falle eigentlich nicht. Weil das immer schon so war. Er
wollte mich nie mit seinen Dingen "belasten". Er hat mich nur ganz selten
gebeten, etwas für das Kind zu tun, hängt aber auch damit zusammen, dass es
insgesamt ein "Kümmerer" ist. Er holt mich ja auch gerne ab und bekocht
mich z.B. :-)
Aber dieses 'vorher nicht mit mir abstimmen', macht mich fertig. Einziges
Argument, was ich zählen lassen könnte, dass es es als allerhöchste
Eisenbahn ansah und keine Zeit verlieren wollte. Aber ein paar Tage hätten
doch nichts ausgemacht.
Ach ja, an dem Abend als er es mir eröffnete (er holte gaaaanz weit aus,
wie wir uns kennenlernten, was er dachte, als er mich das erste mal sah,
etc...rückte nicht mit der Sprache raus, ich musste mehrfach drängen -
schlechtes Gewissen??) sagte er auch, es sei ja alles noch nicht ganz klar.
Er müsse ja noch mir mir reden. DAS hat mich auch wieder wütend gemacht.
Ich sagte nur, von wegen, ist doch alles schon entscheiden. Ihr sitzt doch
nicht zu viert, Du schlägst was vor und verabschiedest Dich mit den Worten
"So, jetzt muss ich das noch mit Caren besprechen und melde mich dann".
Zumal er den Jungen ja auch gleich mitgebracht hat.
Ich hasse ihn dafür, dass er sich so verhalten hat. Das Kind scheint
glücklich und tatsächlich ausgeglichener. Und das ist ja auch gut so.
Aber mein Vertrauen ist ersteinmal gestört. Und wenn ich wieder und wieder
damit anfange, schaltet er auf stur und redet ersteinmal garnicht mehr.
Also muss ich jetzt Gras darüber wachsen lassen und vielleicht wirklich
erst einmal schauen, wie es sich "lebt".
Warum hab ich mich nicht in einen Mann ohne Altlasten verliebt?? Er lönnte
so viel einfacher sein. Klar, ich bin auch kritisch, schnippisch und lasse
mir nichts gefallen. Das ist anstrengend. Aber ich will und kann nicht
immer nur ja sagen. Geht nicht!
Gut, dass es Euch gibt und man andere Meinungen hört und sich ausko....
kann.
Kleene - 19/3/2010 um 11:08
hallo caren,
ein wenig kann ich deine gefühle nachvollziehen, dass du dich fragst, wie
wird es werden, haben wir noch genug zeit für uns etc.! und natürlich ist
es nicht toll vor volendete tatsachen gesetllt zu werden. aber wenn ich es
richtig rausgelesen haben, stand diese entscheidung schon irgendwie im raum
und ihr habt alle die augen davor geschlossen. du hast deinen mann doch
auch nicht angesprochen, wenn der junge meinte, ob seine mutter nicht immer
im urlaub sein könnte.
und jetzt mal ehrlich: welche möglichkeiten hatte denn dein mann? es ist
sein kind!sicher hätte dieser umzug besser vorbereitet werden müssen etc,
aber er kann doch nicht ernsthaft zu seinem sohn sagen, ich sprech erst mal
mit meiner freundin und wenn die nichts dagegen hast, dann darfst du kommen
und wenn doch dann hast du leider pech!?
die art und weise war nicht okay, aber das ergebnis kaum zu ändern!
ich glaub dir auch, dass die neue situation dich verunsichert, aber ich
finde es sehr hart, wenn du schreibst deinen mann zu hassen.
und dann stell dir mal den umkehrschluss vor, du hättest kind.....!
ich wünsch dir viel kraft die neue situatuation zu meistern. prüf für dich,
ob du als so komplette familie leben kannst und willst und wenn nicht,
musst du die konsequenzen ziehen. Sprich mit deinem mann über deine
gedanken und gefühle, sucht euch gemeinsame freiräume, aber erwarte nicht,
dass er ich gegen sein kind entscheidet.
Viel glück.
LG Kleene
Sonnenschein - 19/3/2010 um 11:16
Friss es jetzt nicht in dich rein, irgendwann platzt die Bombe -in dem Fall
dann du. Setzt euch doch Abends hin wenn der Kleine im Bett ist. Sag ihm,
du, ich möchte das Thema nochmal ansprechen, weil es mich doch zu sehr
belastet.... werde nicht laut, lass ihn ausreden... da musste ich auch mal
durch und meiner war auch schon sowas von genervt. Aber ein letztes langes
Gespräch, mit bestimmt 10 minutigen Schweigephasen 
hat dann echt geholfen.
Sag ihm auch, dass du mit der Situation, dass der Junge da ist, zurecht
kommen möchtest und dir Mühe gibst. Es geht nur noch ausschließlich um
seine Entscheidung ohne dich...
Caren - 11/5/2010 um 12:45
Kurzes Update:
Die Wogen haben sich geglättet. Er hat eingesehen, dass es, so wie es
gelaufen ist, falsch war. Aber was sollte er machen... Kann ich ja
verstehen.
Aber was soll ich sagen, wie schon vermutet, die EX hat alles wieder
umgeschmissen. Das Kind ist nun die GANZE Woche bei uns (statt wie vorher
vereinbart, mittwochs bei der Mutter). Außerdem sollte er jedes 2. WE bei
ihr sein. Ist er - machmal... Jetzt sieht es wieder so aus, dass er die
nächsten 3 (!) Wochen immer da ist, weil Madame es vorzieht, an ihrem
Kinder-WE irgendwo Fallschirm zu springen, zu verreisen und zum Turnier zu
fahren. TOLL!!
Und ich habe durch ihre Unzulänglichkeit und ihr Unvermögen, ihr Kind "am
Hals". Ich weiß, es klings bösartig, aber im Moment empfinde ich das so.
Ich gehe Vollzeit arbeiten und kann nicht immer weg, wie ich möchte, erst
recht nicht mal mit meinem Partner alleine, weil das Kind ja da ist. Sie
ist nicht berufstätig und schmeißt zudem immer einfach alles um. Er
interessiert sie einfach nicht!!!
Das letzte WE war er bei ihr (vorher haben sie sich 2 Wochen nicht
gesehen!!), hinterher stellte sich heraus, dass er auch da fast nur alleine
war weil sie ihrem Vergnügungen nach geht. Das tut mir dann auch wieder
leid.
Ich fühle mich so fremdbestimmt. Klar sehe ich auch, wie mein LG sich
aufreibt, alles zur Zufriedenheit aller unter einen Hut bringen will, aber
ich will auch mal nicht immer nur Rücksicht nehmen, immer nur mit
eingebunden werden. Ich muss ihm allerdings auch zugute halten, dass wir
schon unsere Paarzeit haben. Wir gehen schonmal Essen, oder gehen aus. Aber
Urlaub, verlängertes WE? Alleine? Was ist das??
Das könnten wir haben, wenn sich diese Frau mal wie eine Mutter verhalten
würde. Manchmal wünsche ich ihr die Pest an den Hals ('tschuldigung). So
böse denkend kenne ich mich sonst nicht. Aber ich hasse Fremdbestimmung,
und das empfinde ich nicht erst seit gestern!
Danke Euch!!
Snubi - 12/5/2010 um 08:38
| Zitat von Caren, am 19/3/2010 um
10:39 |
Ich hasse ihn dafür, dass er sich so verhalten hat. Das Kind scheint
glücklich und tatsächlich ausgeglichener. Und das ist ja auch gut so.
Aber mein Vertrauen ist ersteinmal gestört. Und wenn ich wieder und wieder
damit anfange, schaltet er auf stur und redet ersteinmal garnicht mehr.
Also muss ich jetzt Gras darüber wachsen lassen und vielleicht wirklich
erst einmal schauen, wie es sich "lebt".
|
Finde ich schade. Du kannst doch nicht im Ernst
erwarten, dass er zu seinem Sohn sagt, er müsste es erst mit dir
besprechen, ob er sein Kind zu sich nehmen *darf*?!
Ich habe auch einen gebrauchten Mann mit zwei Kindern und wir sind jetzt
seit 9 Jahren zusammen, seit ca. 2 Jahren läuft alles besser, weil ich es
mit meinen Stiefkindern (20 und 18) selbst abspreche, wann sie kommen
können. Und nicht mehr über Madame. Gottseidank.
Ich hätte es ok gefunden, wenn seine Kinder bei uns hätten wohnen wollen,
er ist nunmal VATER und das nicht nur jedes 2. Wochenende.
Sei froh, dass der Junge schon 14 Jahre alt ist, um den musst du dich doch
nicht mehr kümmern, es könnte doch viel *schlimmer* sein, wenn er noch viel
kleiner wäre.
Sonnenschein - 14/5/2010 um 20:57
| Zitat: | Finde ich schade. Du
kannst doch nicht im Ernst erwarten, dass er zu seinem Sohn sagt, er müsste
es erst mit dir besprechen, ob er sein Kind zu sich nehmen
*darf*?! |
Klar kann sie das. Immerhin hatten die beiden einen Plan für die Zukunft
den er ohne Vorwarnung umgeschmissen hat. Er hat die !gemeinsame! Zukunft
einfach verplant ohne es vorher besprochen zu haben. Geändert hätte ein
Nein von ihr eh nichts, aber man kann trotzdem sowas absprechen, immerhin
ist es nicht eine Essensplanänderung sondern schon etwas verdammt
einschneidendes im Leben...
Caren - 30/6/2010 um 10:16
Hier ein Update:
Wie bereits geschrieben, war die Vereinbarung, dass das Kind jeden Mittwoch
und jedes 2. WE bei der Mutter ist. Mittwochs wollte er dann nicht mehr
hin, wäre zu stressig wegen Schule etc (?). Nun gut... Allerdings kommt er
auch immer schon Sonntag abends (obwohl Mo. vereinbart war) und außerdem
nimmt sie sich immer öfter etwas vor, wenn er eigentlich bei ihr sein
sollte. Fährt weg etc. Unglaublich, oder?
Und nicht etwa, dass dann getauscht wird, nein, d.h. er ist dann eben 3
Wochen ohne Unterbrechung bei uns. Und mein Freund? Er scheint es so
hinzunehmen, klar, für ihn ist es ja ok, wenn das Kind da ist und er meint,
wenigstens einer muss ihm Stabilität geben. Ist ja auch richtig und
schön!
Aber anderersseits macht sie, was sie will und er nickt ab. Ich würde ja
mal ein Machtwort sprechen, von wegen, ob sie kein Gewissen hat und das es
so nicht geht, wenn man Vereinbarungen getroffen hat. Aber nein. Und
darüber ärgere ich mich und wir streiten. Immer um dasselbe Thema. Toll!
Wenn wir uns was vorgenommen hätten, müssten wir absagen oder eben das Kind
mitnehmen.
Ich verstehe einerseits diese Diskrepanz. Aber ich will auch mal Paarzeit!
Klar, wir gehen Essen oder mal etwas trinken. Aber morgens evtl. mal Sex
haben? Fehlanzeige! Er muss ja Frühstück machen. Abends ist er dann auch
ausgepowert. WE ist das Kind da, wenn, sollte alles leise vonstatten gehen.
Manchmals sind ja auch noch Kumpels da. In sexy Wäsche rumlaufen oder so um
ihn Appetit zu machen ;-) - ist nicht. Es ist nicht mein Kind und zudem ein
Junge. Sex haben höchstens alle 2 Wochen mal. Ich fühle mich inzwischen,
als lebe ich in einer Freundschaft, nicht in einer Beziehung. Leidenschaft?
Was ist das?
Ich würde ja so gerne mal mit ihm alleine wegfahren. Ganz wunder Punkt. Mir
scheint, er will nicht wirklich und ich fühle mich hinten angestellt und
vernachlässigt. Es sei denn ein Kurzurlaub in den Ferien, da will er mich
auch immer dabei haben. Aber ich möchte, dass er mal etwas nur für MICH
macht. Wieder Streit. Ich sei ja nie zufrieden. Er tut ja alles für mich.
Immer hätte ich etwas auszusetzen. Er macht ja alles falsch. Ist das so??
Wir drehen uns im Kreis. Muss ich alles so hinnehmen? Bin ich zu
anspruchsvoll? Gibt es einen Ausweg?
Andererseits habe ich so eine Wut auf diese Frau. Vielleicht ist das das
ganze Übel?
Wenn nötig, wascht mir den Kopf. Denn immerhin lieben wir uns noch...
Admina - 30/6/2010 um 12:34
Hallo Caren,
ich kann es nicht verstehen, dass ein Elternteil von sich aus so wenig
Kontakt zu seinem Kind hat. Mir sind und waren meine Kinder immer wichtiger
als alles andere.
Auf der anderen Seite kann ich es auch nachvollziehen, wenn man sein Kind
nicht zum anderen Elternteil zwingen möchte, wenn dieser nicht wirklich
Bock aufs Kind hat. Rein rechtlich hat die Mutter die Pflicht zum Umgang
und darf genau genommen auch nicht einfach so den Umgang aussetzen - aber
nicht alles was im Gesetzbuch steht macht das Leben unbedingt leichter.
Meine beiden jüngeren Kinder haben überhaupt keinen Kontakt zu ihrem Vater
und sind also ständig bei uns. Mein kinderloser Mann muss das auch
akzeptieren, auch bei uns fallen viele Sachen weg, die ein kinderloses Paar
machen können (wobei wir aber auch öfters Sex haben als alle 14 Tage 
). Auf der anderen Seite genießt mein Mann auch viele Sachen, die er mit
meinen Kindern machen kann.
Ich kann mir vorstellen, dass es für Dich schwierig ist, aber das Kind ist
nun mal da und ich meine, Du kannst nicht verlangen, dass er regelmäßig
außer Haus gebracht wird, wenn es keine adäquate Möglichkeit dafür gibt.
Dass die Mutter so wenig Interesse an Umgang hat und unzuverlässig ist, ist
natürlich blöd - aber leider von niemandem wirklich zu ändern. Denn ich
bezweifle, dass so ein Machtwort nicht viel außer das Gegenteil zur Folge
hätte.
Caren, Du musst Dir darüber im klaren sein, dass man mit einem Partner mit
Kind niemals eine Beziehung führen kann, als wenn keine Kinder da wären.
Spontanurlaube zu zweit und das Herumlaufen in Reizwäsche fallen definitiv
aus - aber sei mal ehrlich, machen solche Dinge eine Beziehung aus? Der
Junge ist dann ja doch immer mal wieder ein Wochenende bei seiner Mutter,
an dem ihr alleine seid. Und nachts schläft es ja - und dann kannst Du die
Strapse hervor holen
Die mangelnde Leidenschaft hat ganz sicher nichts mit dem Kind zu tun,
sondern vielleicht mit den ewigen Streitereien? Aus meiner hervorgehenden
Beziehung kann ich Dir sagen, dass es für mich nichts schlimmeres gibt, als
einen Partner zu haben, der meine Kinder nicht wirklich akzeptiert und der
mich ständig in die Lage dazu bringt, mich für sie zu rechtfertigen.
Mein jetziger Mann ist das genaue Gegenteil, er sieht uns alle als Familie,
wir gehen auch alleine weg und haben unsere Paarzeiten - auch
leidenschaftliche
Du hast es ja auch selbst schon angesprochen: die Wut auf seine Ex frisst
an den Nerven und produziert nur Streit. Du kannst diese Frau nicht ändern,
ergo solltest Du einen Weg finden, Dich mit ihrem Verhalten abzufinden. Gib
ihr keinen Raum in Eurer Beziehung und versuche, mit Deinem Freund ein
Leben aufzubauen.
Amen 
Thilia - 30/6/2010 um 14:24
In Österreich sieht die rechtliche Lage zB so aus, dass wie in eurem Falle,
wenn die Mutter das Besuchsrecht hat, sie es wahrnehmen kann, aber nicht
MUSS. Da kann der Vater machen was er will, er kann die Mutter nicht dazu
zwingen es wahrzunehmen. Im Grunde ist es hier nur eine Absicherung für den
besuchsberechtugten, dass er kann wenn er will, aber auch den
Obsorgepflichtigen dazu dann verpflichtet, dass dieser das Kind abgeben
muss, wenn der Besuchsberechtigte will.
Soviel mal zur rechtlichen Lage zumindest in Österreich.
Ich kann es gut nachvollziehen, dass du sauer auf sie bist, und dann auch
Aussagen kommen wie "ihr Kind". Aber eines musst du dir immer bewusst sein:
Es ist nicht nur ihr Kind, sondern auch das Kind deines Mannes. Alles
versuch da einfach ihr Bild auszublenden, und sieh das ganze nur aus der
Sicht: Es ist SEIN Kind.
Auch wenns ein blöder Verlgeich ist, aber stell dir vor, die Mutter wäre
gestroben, dann wäre das Kind auch bei euch. Von daher machts jetzt gar
nicht so viel Unterschied.
ich glaub ja nicht unbedingt, dass sie keinen Kontakt zu ihrem Kind möchte.
Sie nutzt derzeit einfach die Chance und das Versäumte auf, was ihr mit
Kindern vielleicht vorenthalten war. Ich sehe es bei meiner Ex-Schwägerin.
Voriges Jahr haben sich der Bruder meines Mannes und seine Frau getrennt
mit Scheidung und allem drum und dran. Sie nutzt auch jede Möglichkeit zum
weggehen, und Spaß haben. Klar, es ist keine Entschuldigung oder Ausrede
deswegen sein Kind nicht zu sehen. Aber seinen wir uns ehrlich: Was wäre
besser fürs Kind: Bei einer Mutter zu sein, dies dann auch nur abschiebt,
oder soll sie halt mal eine Zeitlang um die Häuser ziehen. Das wird sich
auch wieder legen. Und dann ist sie sicher ausgeglichener.
Ich kann auch gut nachvollziehen, dass es dich stört, dass ihr weniger Zeit
miteinander verbringen könnt. Das ist normal, wenn Kinder da sind. Und dass
man da dan gerne die Kinder bzw. die Ex dafür schuldig macht, weil sie das
alles verbrochen hat.
Wie siehts denn aus mit Großeltern? Gibts da noch welche vom Kind, die sich
vielleicht mal freuen würden, wenn sie auf die Kids schauen, oder wo sie
mal schlafen könnten? Oder Schulfreunde vom Kind, wo das Kind immer schon
mal übernachten wollte? Oder Onkel, Tante usw. Ich denk mir, man kann immer
Zeit mit seinem Partner verbringen, wenn man will, nur gehts halt nicht
mehr spontan, sondern braucht etwas Vorbereitungszeit. Aber möglich ist es
immer.
Ich hoffe meine Worte helfen dir ein wenig, die Aggressionen nicht auf das
Kind oder die Ex zu projezieren. Auch wenns schwer fällt.
Ansonsten, was ichnur wärmstens empfehlen kann, such dir ein Hobby, wo du
Aggressionen abbauen kannst, wie zB Fitnesscenter oder so irgendwas. Da
baust du einerseits deine WUt ab, und durch den Sport werden Glückshormone
ausgeschüttet. Das wiederum macht dich auch ausgeglichener, und du tutst
was für dich und dein Wohlbefinden
LG Thilia
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